24.04.2021

Digitaler Jugendkongress - Für Jugendleiter*innen und interessiere Jugendliche

DIGITALE FORTBILDUNG

Du möchtest Deine Juleica verlängern? Du möchtest Dich zu einem bestimmten Thema besser ausbilden lassen? Vielleicht auch etwas Neues erfahren? Auf dem digitalen Jugendkongress kannst Du zwischen zahlreichen Workshops aus verschiedensten Bereichen wählen und Dich zu Themen fortbilden lassen, die Dir wichtig sind! Wie wäre es mit Informationen und Austausch über Medienprävention? Oder ein praktischer Workshop für Podcastfans? Vielleicht lieber doch eine informative Diskussionsrunde zum Thema Inklusion oder das Erlernen von Strategien in Stresssituationen? Auf dem Jugendkongress stehen Dir zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, Deinen Wissensdurst zu stillen und Dich für Deine Arbeit mit Jugendlichen bestens auszurüsten - und das Ganze bequem von Zuhause aus!
Anmeldung bis 16.04.2021 unter https://www.freizeitprogramm.landkreis-guenzburg.de/
(Kategorie "Jugendleiterfortbildung")

WANN:
24.04.2021 09:00 - 19:00 Uhr
25.04.2021 10:00 - 16:00 Uhr
WER:
Kreisjugendring Neu-Ulm
in Kooperation mit dem Kreisjugendring Günzburg
WO:
Digital, Anmeldedaten folgen via Mail nach der Anmeldung
ZIELGRUPPE:

  • Ehrenamtliche Jugendleiter*innen ab 15 Jahren
  • Ehrenamtliche Betreuer*innen aus Ferienfreizeiten
  • Hauptamtliche aus Jugendzentren, Jugendtreffs und sonstigen Jugendeinrichtungen
  • Alle an Jugenarbeit Interessierte

KOSTEN:
Kostenlos für alle
ANMELDUNG:
Bis 16.04.2021 an den Kreisjugendring Günzburg

 

 

SAMSTAG, 24.04.2021

09:00 - 12:30 Uhr (3,5 Stunden) Recht und Aufsichtspflicht
Referentin Pia Kurtenbach, Expertin für Rechtsfragen
Was bedeutet „Aufsichtspflicht" und wie komme ich ihr nach? Welche zivilrechtlichen oder strafrechtlichen Folgen hat die Aufsichtspflichtverletzung einer Jugendleitung? Wir erarbeiten uns interaktiv anhand von theoretischen Grundlagen und praktischen Fällen das Wissen rund um Aufsichtspflicht, Jugendschutz und Haftung.

09:00 – 13:00 Uhr (4 Stunden) Die extreme Rechte in Bayern
Mobile Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus in Bayern
Seit einigen Jahren befindet sich die extreme Rechte – nicht nur – in Schwaben in einer Phase mit vielen Dynamiken und Bewegungen: Rechte Parteien sind in Parlamenten vertreten und arbeitet dort weit jenseits oppositioneller „Protestinhalte“ an einem grundlegenden Umbau der Gesellschaft. Die der neuen Rechten zuzuordnende Identitäre Bewegung inszeniert sich weiterhin als eine breite Jugendbewegung mit eigentlich nur einer Hand voll von Aktivist:innen. Der III: Weg hat nie vorgehabt, in Parlamente einzuziehen – ist aber besonders in Bayern in verschiedensten Themenfeldern aktiv. Und auch eine Rechtsrockszene, die vor dem Hintergrund der großen Szene-Events in den neuen Bundesländern für Bayern relativ unterbelichtet ist, hat sich gerade im Allgäu seit Jahren verankern können.
Was sind die zentralen Ideologieelemente der extremen Rechten? Wie verbreitet ist Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit? Welche Parteien und Organisationen der extremen Rechten spielen eine Rolle? Mit welchen Themen und Aktionsformen treten sie aktuell in die Öffentlichkeit? Wie gestaltet sich die heute eine jugendliche rechte „Erlebniswelt“? Was ist der Lifestyle, die Symbole und die Codes der extremen Rechten?
In einem ersten Vortrag (09:00 - 10:45) gehen die Mitarbeiter der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Bayern diesen Fragen nach und diskutieren sie mit den Teilnehmenden. Nach einer Pause (hier ist auch ein Wechsel zu einem anderen Workshop möglich) beginnt um 11:00 Uhr ein Workshop, in dem sich die Teilnehmenden mit rechten Diskursstrategien beschäftigen. Hier wird nach einem Input in Kleingruppen folgenden Fragen nachgegangen: Wie sind rechte Strategien zu erkennen und zu entlarven? Wie kann in der Jugendarbeit sinnvoll damit umgegangen werden? Was sind mögliche Gegenstrategien?
Referenten: Die Referenten sind Mitarbeiter des Büro Süd der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Bayern. Neben der Beratung von Menschen und Organisationen, die mit extrem rechten oder neonazistischen Vorfällen und Personen konfrontiert sind, gehört die Aufklärung über und die Sensibilisierung für Neonazismus, Rassismus und GMF zu den Kernaufgaben der Mobilen Beratung. Weitere Informationen unter www.lks-bayern.de

14:00 – 19:00 Uhr (5 Stunden) Podcast/Radio DIY
Radio free FM
Ihr wollt schon immer mal einen Podcast machen, wisst aber noch nicht ganz was da alles dahinter steckt? Audioschnitt ist für euch noch ein Fremdwort? Interviews kennt ihr bisher nur aus dem Fernseher?
Kein Problem! Gemeinsam mit Radio free FM lernt ihr alles Rund um die Audiobearbeitung, Aufnahme und die rechtlichen Grundlagen im Podcast-Crashkurs. Am Ende des Workshops entsteht euer erster eigener Beitrag!

14:00 – 16:00 Uhr (2 Stunden) Inklusion in der Jugendarbeit
Referentin Liane Springer, OBA Neu-Ulm, DRW Illertissen
Das WIR gewinnt-Doch wie gelingt das WIR?-Was bedeutet Inklusion?-Wo stehen wir im Moment?-Was brauchen wir um Menschen mit Beeinträchtigung gut teilhaben zu lassen?Wie können wir Barrieren abbauen, Vorurteile minimieren und Berührungsängste überwinden? Wir werden dabei auf Erfahrungsberichtevon betroffenen Eltern und die Befragung einer Expertin (junge Frau mit Beeinträchtigung) eingehen.Lasst uns im gemeinsamen Austausch gegenseitig Hilfestellung geben, ggf. Ziele festlegen und Handlungsstrategien erarbeiten um Menschen mit Beeinträchtigung den Zugang zu den Angeboten des Kreisjugendrings zu erleichtern. Denn das WIRgewinnt,wenn wir es gemeinsam anpacken

16:15 – 19:00 Uhr (2,75 Stunden) Mehr Gelassenheit in Stresssituationen
Referent Roland Grimm, Trainer für Entspannungsmethoden
Bei einem Buffet heißt es oft „Wer die Wahl hat, hat die Qual“. So ist es auch in dem Bereich der Stressbewältigung und Entspannung. Es gibt zahlreiche Methoden, doch welche ist für mich geeignet? Schnuppert in diesem Workshop in verschiedene Methoden aus dem Bereich der Stressbewältigung und mehr Lebenszufriedenheit hinein und finde dabei heraus, welche zu Dir passt. Du lernst eher unbekannte Möglichkeiten aus dem TrophoTraining®, der Brainkinetik® oder der positiven Psychologie kennen. Alle Impulse sind sofort anwendbar und umsetzbar. Bediene Dich von diesem Buffet, es wird Dir guttun!

 

 

SONNTAG, 25.04.2021

10:00 – 13:00 Uhr (3 Stunden) Medienprävention
Referent Ronald Stolz, Die letzte Quest
Kinder und Jugendliche halten sich deutlich häufiger und länger in der digitalen Welt auf als früher. Sie leben in der Parallelwelt computerbasierte Spiele, laden persönliche Inhalte und Daten auf Streamingportalen hoch und machen Bekanntschaften im Netz. Wir wollen einen Blick auf die Funktionsweisen und Systeme hinter diesen Angeboten werfen. Zudem gehen wir der Frage nach, wie wir Kinder und Jugendliche in der Entwicklung eines sichereren Umgangs mit all diesen Angeboten unterstützen können.

14:00 – 16:00 Uhr (2 Stunden) Vielfalt von Geschlecht und sexueller Orientierung
Referentinnen Sandra Nickel, Julia Gann, Julia Heinrich, Young and Queer Ulm
Das Thema Vielfalt von Geschlecht und sexueller Orientierung ist gesamtgesellschaftlich, aber auch unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit viel Unwissenheit, Unsicherheit und Vorurteilen behaftet, was sich in Berührungsängsten und im schlimmsten Fall in Ausgrenzung, Hass und Gewalt gegenüber queeren Menschen manifestieren kann. Um dem entgegenzuwirken, ist es wichtig, über queeren Themen aufzuklären sowie mit queeren Menschen in Kontakt zu treten. Gerade in der Jugendarbeit, die einen Schutz- und Rückzugsraum bieten und Jugendliche in Identitätsfragen aufgefangen und begleiten möchte, müssen Vielfaltsaspekte und queere Lebensrealitäten aktiv mitgedacht werden. Doch was bedeutet queer eigentlich? Dieser und weiteren Fragen werden sich die drei Referentinnen Julia Heinrich, Julia Gann und Sandra Nickel vom Verein Young and Queer Ulmin ihrem Workshop annähern. Dabei sollen zunächst grundlegende Begrifflichkeiten unterschiedlicherqueerer Vielfaltsdimensionen eingeführt, erklärt und voneinander abgegrenzt werden. Schwerpunktmäßig sollen Handlungsempfehlungen für einen sensiblen Umgang mit queeren Jugendlichen und deren Belangen in der pädagogischen Praxis aufgegriffen und diskutiert werden. Abschließend gibt es die Möglichkeit auf Austausch mit den Referentinnen über das Thema sowie deren eigene Erfahrungen als queere Personen.

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